Heute lade ich Dich zu einer kleinen, spannenden Entdeckungsreise darüber ein, wie wir unsere gewohnheitsmäßigen Gedanken verändern können und möchte mit einer kurzen Reflexion beginnen: Entspanne Dich etwas und halte kurz inne. Dann denke bewusst über folgende Fragen nach:
Wie war Dein Tag? Hattest Du heute einen schönen Tag? Oder hattest Du einen schlechten Tag?
War es ein Tag, wie er sein sollte?
Hast Du ihn bewusst erlebt?
Oder warst Du gedanklich im Autopilot unterwegs?
Das Steuer selbst in die Hand nehmen
Wir alle wünschen uns einen schönen Tag und haben unsere Vorstellungen davon, wie er sein soll, damit er schön ist. Wenn die Dinge nicht so sind, wie wir sie gerne hätten, dann ist es für uns oft ein eher nicht so schöner Moment oder Tag. Die Autos vor uns fahren vielleicht nicht schnell genug. Wir müssen irgendwo in der langen Schlange anstehen. Jemand sagt etwas, das uns irritiert oder verärgert… Es gibt viele Dinge, die uns nicht gefallen oder stören. Dabei geht es in Wirklichkeit gar nicht darum, wie äußere Dinge sind, denn darauf haben wir ja kaum einen Einfluss. Es macht auch nichts, dass wir darauf keinen Einfluss haben. Denn es hängt gar nicht davon ab, ob die Dinge so sind, wie wir sie haben wollen, damit wir einen schönen Tag haben. Vielmehr geht es darum, selbst gute Gedanken und Reaktionen zu entwickeln, die uns davor bewahren, mit irgendetwas oder -jemandem unglücklich zu werden. Es geht dabei nicht darum, uns etwas schön zu reden, nein, das hilft natürlich auch nicht wirklich. Es geht viel mehr darum, eine realistische, nützliche Sicht zu entwickeln.
Viele unserer Tagesabläufe und Reaktionen sind gedanklich automatisiert, wir müssen nicht für alles eine neue, bewusste Entscheidung treffen. Das hat natürlich auch Vorteile und spart Energie. Aber welche unserer gewohnheitsmäßigen Aktionen und Reaktionen sind eigentlich hilfreich und welche könnten wir mal überdenken? Alles das, was nicht zu dem Ergebnis führt, was wir uns wünschen, ist genau das, was wir uns heute anschauen. Also alles das, was dazu führt, dass wir keinen so guten Tag haben. Vielleicht sind wir von gewissen Dingen immer wieder genervt. Oder wir sagen manchmal Worte, von denen wir uns hinterher wünschen, sie nicht gesagt zu haben. Oder wir haben plötzlich ein paar kg mehr auf der Waage, nachdem wir die ganzen “Leckereien” verputzt haben ohne darüber nachzudenken. Vielleicht denken wir immer wieder Gedanken, z.B. über unseren Partner, über Kollegen usw., die sich sehr auf die Fehler von anderen richten und somit unangenehme Gefühle in uns entstehen lassen … Welche Gedanken, Vorstellungen oder andere Handlungen und Reaktionen gibt es in Deinem Leben, die einfach automatisch ablaufen und nicht zum gewünschten Ergebnis führen? Oder anders gesagt: Wann wünschst Du Dir, dass Du etwas anders denken, machen oder sagen würdest, weil Du merkst, dass Du das gar nicht möchtest, weil es Dir nicht gut tut oder nicht hilfreich ist?
Für diese Dinge lohnt es sich, die Alternativen anzuschauen. Und heute machen wir das mit einem einfachen Trick.
Viktor Frankl beschrieb das mit folgendem wunderschönen, berühmten Zitat:
„Zwischen Reiz und Reaktion liegt ein Raum. In diesem Raum liegt unsere Macht zur Wahl unserer Reaktion. In unserer Reaktion liegen unsere Entwicklung und unsere Freiheit.“
Nutze die Freiheit der Gedanken
Wir entdecken also den wertvollen Raum, der zwischen einem Ereignis oder einem Reiz und unserer eigenen Reaktion darauf liegt. Denn diese folgen nicht nahtlos und gezwungenermaßen aufeinander. Nein, genau dazwischen liegt etwas versteckt, das immer da ist, das wir aber oft nicht wahrnehmen – ein kleiner Raum und unsere Möglichkeit für Entwicklung. Dieser Raum gibt uns die Freiheit, uns bewusst für eine Reaktion zu entscheiden, die nützlich und hilfreich ist, damit wir und andere einen schönen Tag haben können.
Alles was wir dazu brauchen ist den Wunsch, es auszuprobieren und etwas Achtsamkeit, damit wir diesen Wunsch nicht vergessen und es dann tatsächlich auch umsetzen.
Lass es uns ausprobieren
Wie? Beobachte während des Tages Deine Gedanken und Verhaltensweisen – das kannst Du jetzt sofort beginnen. Wenn Du etwas gewohnheitsmäßig tust oder reagierst, halte einen Moment inne, lass den ersten Impuls oder Gedanken entstehen – ohne darauf zu reagieren und schau, was noch kommt. Was wäre eine weitere mögliche Sichtweise oder Reaktion, die ein gutes Ergebnis mit sich bringt? Was ist der zweite Gedanke? Vielleicht kommt noch ein dritter oder vierter … Jetzt hast Du die Wahl. Du hast nun viele Möglichkeiten, wie Du reagieren könntest und kannst Dich ganz bewusst für die Reaktion entscheiden, die sich gut anfühlt, die für alle vielleicht am nützlichsten ist. Und so kannst Du Deine Reaktion bewusst auswählen, Dich für die Bestmögliche entscheiden und Deine Gewohnheiten somit Schritt für Schritt verändern.
Das klappt am Anfang vielleicht nicht sofort jedes Mal. Das macht aber nichts, denn darauf kommt es gar nicht so sehr an. Wichtig ist, sich immer wieder dazu zu entschließen und es dann immer wieder zu versuchen. Das habe ich von meinem kleinen Neffen gelernt. Als er noch ein Baby war, hat er immer wieder versucht, sich hinzusetzen. Am Anfang hat das nicht geklappt. Aber da er nicht aufgegeben hat, konnte er irgendwann ganz alleine sitzen – und das hat dann genauso auch beim Laufen lernen und bei anderen Entwicklungsstufen funktioniert. 🤗 Es gibt daher keinen Grund, warum das bei uns nicht auch funktionieren sollte. 🪄
Probiere es aus. Das macht richtig viel Freude und gibt Dir einen schönen Tag, und noch einen, und noch einen… 🫠💞